Die Katzen, Affen und Wasserbüffel von Oetwil
 
   
Vernissage Samstag, 31. März, 19 - 21 Uhr.
Einführungsreferat lic. phil. Sandi Paucic, Kurator.
 
Die Ausstellung ist an folgenden Sonntagen jeweils von 10 bis 13 Uhr geöffnet:
1. April, 6. Mai, 3. Juni, 17. Juni, 1. Juli, 5. August, 2. September, 23. September, 7. Oktober und 4. November, ferner am Chilbisamstag, 6. Oktober, 13 bis 17 Uhr. Siehe auch die Inserate im «Oetwiler» und die Ankündigungen in der Agenda der «Zürichsee Zeitung».

Besuche des Museums für Gruppen ausserhalb der Öffnungszeiten auf Anfrage an silvia.schaber@oetwil.ch oder Tel. 044 929 60 27.

Wer mit Helen Dahms Bildern vertraut ist, mag sich über das Thema der neuen Ausstellung wundern. Helen Dahm war keine Tiermalerin. Sie malte keine Tierbilder, aber oftmals Bilder mit Tieren. Tiere haben die Künstlerin sowohl im wirklichen Leben begleitet wie auch beim Malen und Gestalten. Allen voran waren es Katzen. In der Ägertenwies, dem Oetwiler Wohnhaus der Malerin, balgten sich struppige Kater, und Kätzinnen gebaren ihre Jungen in einem Winkel des alten Bauernhauses. In Helen Dahms Bildern erscheinen Katzen als ornamentale Motive, als Gefährten von Kindern und Puppen, oder sie hat Katzen in Bronze gegossen. Auch Rehe, Pferde, Affen, Kamele, Büffel, Schlangen und namenlose Fantasiewesen werden zu Motiven in ihren Bildern. Stets haben sie etwas Mystisches. So ist denn die neue Ausstellung eine Art Fortsetzung der vergangenen, in der wir Helen Dahm als Mystikerin kennen lernten. Das 1954 gemalte Ölbild «Mädchen mit Schwan» verkörpert dieses Geheimnisvolle und Rätselhafte. Das kindliche Wesen hält einen jungen Schwan umschlungen und ist eingebettet in eine kühle Wasserwelt, die sich in einer unergründlichen Tiefe verliert.

Den Tieren in Helen Dahms Schaffen in einer Ausstellung nachzugehen, war die Idee von Kurt Walder. Er ist im vergangenen Dezember verstorben. Die Ausstellung ist deshalb auch eine Erinnerung an den unermüdlichen Förderer und grosszügigen Gönner des Helen Dahm Museums. Die gezeigten Werke, allesamt Leihgaben aus Museen und Privatsammlungen, wurden vom Kunsthistoriker Sandi Paucic ausgewählt.
 

 
"Mädchen mit Schwan", 1954, Öl auf Leinwand, 122 x 102 cm, Privatebesitz